Es ist ein tolles Signal für die Regionen Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburgische Seenplatte, dass wir auch in diesem Jahr touristischen Bahnverkehr auf der so genannten Südbahnstrecke anbieten können. Ich freue mich sehr über den Start der Linie RB19 von Parchim über Lübz und Karow nach Plau am See zum Saisonbeginn am Vorabend des Maifeiertags – vorausgesetzt, die Corona-Pandemie lässt dies zu.

Auch in dieser Urlaubssaison werden damit an den Wochenenden drei Zugpaare zwischen Parchim und Plau im vierstündigen Abstand fahren. Hinzu kommt eine Hin- und Rückfahrt an den Freitagnachmittagen.

Bahnreisende können somit in beiden Richtungen auf der Strecke Hagenow Land – Ludwigslust – Parchim – Plau am See fahren, ohne in Parchim umsteigen zu müssen.

Für eine bessere Vernetzung der Angebote hat sich das Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich dafür stark gemacht, dass die regionalen Bahn- und Bus-Unternehmen die Fahrausweise der jeweils anderen gegenseitig anerkennen. So können jetzt Reisende mit einem Fahrschein der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP) die RB19 der ODEG wie auch umgekehrt Reisende mit einem Fahrschein der ODEG die Busse der Linie 77 der VLP nutzen. Schüler und Azubis aus unserem Land können zudem mit dem „SchülerFerienTicket MV“ und dem „AzubiTicket MV“ per Zug oder Bus z.B. nach Plau reisen. Mit dem „Mecklenburg-Vorpommern-Ticket“ (MV-Ticket) ist es möglich, aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, aber beispielsweise auch aus dem Raum Hamburg, mit der Bahn und nur einem Ticket in Seenplattenregion zu gelangen. Und für Fahrradliebhaber ist es möglich, mit der „Fahrradtageskarte Nahverkehr“ in Verbindung mit dem „MV-Ticket“ auch das eigene Rad günstig mitzutransportieren.

Die dauerhafte Verstärkung des Busverkehrs auf der Linie 77 sowie die etablierten Verkehre der RB15 zwischen Waren und Malchow, mit Verlängerungen in den Sommerwochenenden bis Karow, sind ein weiterer Schritt in Richtung vernetzte Mobilität zum Nutzen aller Reisenden in der Region.

Mit der Übernahme der Aufgabenträgerschaft für die Linie Malchow – Waren ab 2022 hat das Land die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass für Einwohner und Besucher der Region künftig ein weiter verbessertes Verkehrsangebot entwickelt und angeboten werden kann. Die VMV wird sich bei der Gestaltung dieses Verkehrsangebots intensiv und kreativ einbringen. Die Etablierung der RB19 mit dem aktuellen Angebot in der Sommersaison ist ein erster Schritt. Weitere können folgen, wenn das Angebot gut angenommen wird. Ich bin zuversichtlich, dass die Angebote auf der „Südbahn“ weiter ausgebaut werden können.

Ich freue mich auf einen tollen Sommer und viele Fahrgäste.

Ihr Berthold Witting
Geschäftsführer VMV

Berthold Wittig