Ohne Mobilität sind Lebensqualität und wirtschaftliche Aktivität nicht vorstellbar. Erst durch sie können sich Wirtschaftsstandorte vernetzen. Mit ihr erreichen wir den Arbeits- und Ausbildungsort. Überdies bereichert sie den Alltag und erweitert den Horizont, bietet Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Sie ist ein wesentlicher Grundpfeiler für Wachstum und Wohlstand.

Lebenswerte Städte und Gemeinden brauchen deshalb eine zukunftssichere Infrastruktur und Mobilität. Nur so gelingt es uns auch, einem langfristigen Rückzug aus dem ländlichen Raum gezielt entgegenwirken.

Diese Notwendigkeit wird einmal mehr durch die Aufnahme des Altkreises Parchim in die Metropolregion Hamburg deutlich. Die Metropolregion hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem starken Netzwerk in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Energie und Verkehr entwickelt. Eine wirkliche Teilhabe daran wird für unsere Region nur durch eine gute und schnelle Verkehrsanbindung in beide Richtungen möglich sein. Die Südbahn ist der verlängerte Arm zur Metropole Hamburg hin. Sie verbindet die Regionen im Hinterland von Hagenow nach Neustrelitz und mit ihnen die Menschen, die dort leben. Umso mehr verbietet es sich für mich, das Ende des Südbahnabschnitts Parchim-Malchow einfach so hinzunehmen, anstatt ihm eine verantwortungsvolle Chance durch neue Angebotsstrategien einzuräumen. Ich ziehe meinen Hut vor all denen, die weiterkämpfen und mit mir an die Zukunft glauben. Selten ist etwas tatsächlich so unabänderlich, wie es zunächst scheint. Mit dem Modellversuch Südbahn-Saisonverkehr kann eine Weiche in eine tatsächlich mobile Zukunft unserer Region gestellt werden.

Wolfgang Waldmüller
Regionalleiter Unternehmerverband Region Ludwigslust-Parchim