Auch in 2019 lebt die Mecklenburgische Südbahn weiter! Dank des unermüdlichen Wirkens aller Unterstützer geht es mit kleinen Schritten weiterhin vorwärts – der diesjährige Südbahn-Saisonverkehr ist der beste Beweis dafür.

Im letzten Jahr hatte ich in meinem Grußwort u.a. geschrieben „Gerade auch die Nebenstrecken „abseits der Magistralen“ verdienen eine Zukunft. Einst regionale Lebensadern im flachen Land, glaubt(e) man angesichts der rasanten Verbreitung des PKW auf sie verzichten zu können. Mittlerweile setzt sich aber zunehmend die Erkenntnis durch, dass ein vernünftiges Miteinander aller Verkehre der bessere Weg zur nachhaltigen Mobilität ist.“
Aktuell scheinen aber die Weichen eher falsch gestellt: Angesichts der weiterhin ausstehenden Bestellungen für reguläre Verkehr sieht sich der Infrastrukturbetreiber in Zukunft nicht mehr in der Lage Gleisanlagen und Stationen zu betreiben. Hier fehlt es an grundsätzlichen Entscheidungen!
Und auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, wo durch die Bestellung der Bahnverkehre durch den Landkreis auf der Kleinseenbahn Neustrelitz – Mirow und auf der Südbahn zwischen Waren (Müritz) und Inselstadt Malchow eine positive Entwicklung begann, droht Ungemach: Es besteht die Gefahr dass auf Betreiben der Bundesnetzagentur Trassen- und Stationspreise vereinheitlicht werden müssen. Damit würde der Betrieb dieser Bahnstrecken ungleich teurer. Und das Finanzierungsproblem würde endgültig zum Damoklesschwert…

Mit dem auch in 2019 wiederum realisierten Saisonverkehrs auf der Südbahn setzen die beteiligten Partner der Landkreise Ludwigslust-Parchim und der Mecklenburgischen Seenplatte ein deutliches Signal für eine nachhaltige Zukunft des Bahnverkehrs in der gesamten Region, was hoffentlich vor allem nun endlich einmal bei der Landesregierung Gehör finden möge.

Volkmar Wagner

Mobilitätsmanager LEADER-Region
Mecklenburgische Seenplatte-Müritz